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Vom Unternehmensberater zum Consultant

Früher hat man nur vom Unternehmensberater gesprochen, heute liest man in den meisten Stellenanzeigen eher vom Consultant (gemeint ist hier natürlich die weibliche wie die männliche Variante). Oder auch, in Kurzform, schlicht nur vom Berater. Gemeint ist in allen Fällen eine Form der Unternehmensberatung; welche genau, hängt von dem jeweiligen Job ab. In der Regel kümmern sich Consultants um die Managementberatung oder Strategieberatung – die also wiederum Teilbereiche der Unternehmensberatung darstellen. Darüber hinaus können die Berater Jobs aber auch anderweitig näher definiert werden: So werden beispielsweise Personal-Berater gesucht, die entweder die Personalabteilung eines Unternehmens unterstützen oder aber selbst fürs Personalrecruiting zuständig sind. Andere Unternehmen suchen beispielsweise Consultants im Controlling, in der Logistik oder auch im Marketing. Dass der Begriff so vielfältig interpretiert werden kann, macht die Stellensuche nach Consultant Jobs also nicht gerade einfacher.

Viele Wege führen nach Rom…oder zum Berater Job!

So vielfältig die unterschiedlichen Aufgabenbereiche in Berater Jobs, so vielfältig auch die Möglichkeiten, in den Job einzusteigen. Ein BWL-Studium gilt hierbei als klassischer Weg. Im Gegensatz zu vielen anderen Branchen und Berufen ist ein Bachelor-Abschluss übrigens keineswegs unüblich – aber je höherwertig der Abschluss, umso üppiger fällt natürlich meist auch das Einstiegsgehalt aus. Alternativ akzeptieren nicht wenige Unternehmen und Betriebe aber auch eine kaufmännische Ausbildung, wenn sie mit einschlägiger Berufserfahrung verbunden ist. Und, last but not least, können Fachkräfte mit Spezialwissen, beispielsweise in der Logistik oder der Personalberatung, auch als erfahrene Quereinsteiger eine Chance auf den Job haben.

Trainee Programme, Juniorpositionen und Co.: Typische Einstiegsmöglichkeiten für Consultants und Berater

Ein guter Consultant muss Theorie und Praxis gut verknüpfen können. Er muss über das nötige betriebswirtschaftliche Know-How verfügen, um auch komplexe Zusammenhänge nicht nur verstehen, sondern regelrecht durchdringen zu können. Schließlich geht es darum, Unternehmen, Abteilungsleitern und Mitarbeitern je nach Einsatzgebiet und Aufgabe beratend zur Seite zu stehen und dabei idealer Weise immer den entscheidenden Schritt voraus zu sein: Also Probleme zu erkennen und identifizieren, die anderen noch gar nicht aufgefallen sind. Situationen treffend zu beobachten und anschließend zu analysieren, so dass sie für alle Beteiligten einen Erkenntnisgewinn bringt. Und den Blick fürs große Ganze dann auch im Tagesbetrieb nicht zu verlieren, wenn sich alles im Klein-Klein des Arbeitsalltags zu verlieren droht.

Kurzum: Man kann die theoretischen Grundlagen im Studium lernen und das nötige Talent für den Consultant Job mitbringen. Und auch Praktika oder gar ganze Praxisphasen während des BWL-Studiums, zum Beispiel in den heute immer beliebter werdenden dualen Studiengängen, können wertvolle Praxisluft vermitteln. Aber trotzdem ist es vielen Unternehmen lieber, Berufseinsteiger erst einmal einen Überblick zu verschaffen, als sie gleich ins kalte Wasser zu werfen. Sogenannte Trainee-Programme sind daher absolut üblich, wie das Volontariat im Journalismus oder das Praktische Jahr in der Medizin oder Pharmazie. Während des ein- oder manchmal bis zu zweijährigen Programms durchlaufen Trainees alle relevanten Abteilungen des Unternehmens. Oft bekommen sie dabei umfassende Hilfestellung zum Beispiel in Form von Feedback-Gesprächen, Seminaren, Schulungen und so fort. Allerdings ist dieses Programm nicht mit einem Praktikum zu verwechseln: Trainees sind von Anfang an voll in alle wichtigen Abläufe integriert – schließlich geht es dem Arbeitgeber darum, künftige Mitarbeiter auszubilden. Auch das Gehalt hat nichts mit der meist bescheidenen Vergütung während eines Praktikums zu tun.

Gerade kleinere Unternehmen, die kein eigenes Traineeprogramm besitzen, vergeben eher gleich eine Stelle als Junior Consultant oder Junior Berater. In diesem Fall steigt man gleich in den Beruf ein – der Begriff „Junior“ ist gesetzlich natürlich nicht geschützt, er meint hier meist lediglich, dass es sich um einen Einstiegsjob für Consultants handelt, der in der Regel auch weniger gut bezahlt ist als ein regulärer Consultant Job.

Was Consultants und Berater verdienen

Vorab: Was Consultant- oder Beraterjobs bringen, ist gar nicht so leicht pauschal zu beantworten. Denn die Verdienstspannen in dieser Branche sind enorm. So können hochspezialisierte Consultants in anspruchsvollen Beraterpositionen leicht 60.000 Euro im Jahr verdienen – und auch deutlich mehr. Selbst Berufseinstieger können durchaus mit 40.000 Euro aufwärts rechnen – von Anfang an! Umgekehrt gibt es Einsteigerjobs, die eher 30.000 Euro jährlich brutto bringen. Oder weniger: Je kleiner das Unternehmen, desto geringer meist die Bezahlung. Ein großer Name wiederum bedeutet nicht automatisch ein besseres Gehalt. Trainees verdienen teilweise nochmals weniger, haben dafür aber meist die Aussicht auf einen deutlich besser bezahlten Job im Anschluss. Gut zu wissen: Das Gehalt allein ist heute gerade für jüngere Consultants gar nicht allein entscheidend. Wichtiger ist vielen eine ansprechende Work-life-balance. Im Zweifel heißt das also: Lieber auf ein paar Tausend Euro im Jahr verzichten und dafür weniger Überstunden machen. Oder vielleicht sogar überhaupt keine.