Die Anzahl der Überstunden in Deutschland folgen einem steigenden Trend.

Die Menge an Überstunden von Arbeitnehmern in Deutschland hat in den letzten Jahren zugenommen. Das zeigen neue Zahlen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).

Im vergangenen Jahr 2017 erbrachten die Arbeitnehmer insgesamt 2,1 Milliarden Überstunden. So kam im letzten Jahr jeder Arbeitnehmer durchschnittlich auf 53,2 Stunden. Der Trend zeigt einen deutlichen Anstieg. Waren es im Jahr 2014 nur 46,9 Std., stieg es im Jahr 2015 auf 47,3 Std. und 2016 auf 48 Stunden.

Zudem legt die IAB-Befragung dar, dass von den 2,1 Milliarden Überstunden nur die etwa Hälfte bezahlt wurden. So bekam im letzten Jahr jeder Arbeitnehmer durchschnittlich 26,7 seiner Überstunden bezahlt, die restlichen 26,5 Stunden hingegen nicht. Auch wenn Zahlen in den letzten Jahren langsam aber deutlich stiegen, so sind dies dennoch keine Höchstwerte. Bereits im Jahr 2007 erbrachten Arbeitnehmer insgesamt Überstunden in Höhe von 2,13 Milliarden Stunden. Seit dem schwankte die Zahl bis sie im Jahr 2013 1,79 Milliarden erreichte.

Die Daten erbrachte das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg nach einer Anfrage der Linken im Bundestag.

Die Zahlen stehen allerdings in Widerspruch mit der amtlichen Statistik in Deutschland. Demnach wurden im Jahr 2017 nur 1,1 Milliarden Überstunden geleistet. Jedoch befürchtet die Bundesregierung selbst, dass in der amtlichen Statistik nicht alle tatsächlichen Überstunden erfasst wurden.

Jessica Tatt, Arbeitsmarktpolitikerin der Linken, ist dennoch alarmiert. Laut Rtl.de bezeichnet sie die Ergebnisse der Anfrage als „skandalös“ und behauptet, dass Unternehmen im vergangenen Jahr dadurch 36 Milliarden Euro gespart hätten, weil die Arbeitnehmer die zusätzlichen Stunden unentgeltlich geleistet haben.